| |
|
Warum “Hausgeld-Vergleiche” wichtig geworden sind
|
| |
Vergleichszahlen für die einzelnen Kostenpositionen
des Hausgeldes für Wohnungseigentümer oder für die Betriebskosten, wie sie
Mieter benötigen, waren bisher nicht verfügbar. Nur einige Mietspiegel in
wenigen Städten enthalten Erhebungen über Betriebskosten,
so dass Bedarf an Transparenz im Sinne eines
Verbraucherschutzes vorhanden ist.
Wer als Eigentümer kritisch den Verlauf von Eigentümer-Versammlungen
beobachtet, erkennt in der überwiegenden Zahl, dass die meisten
Eigentümer die Jahresabrechnungen der Hausverwaltungen ohne Detailkenntnisse und ohne
eigene Prüfungen genehmigen und damit “verbindlich zur Zahlung” machen. Mit dieser
Genehmigung durch die Eigentümer werden die Kosten auch verbindlich für die
Mieter, soweit es sich um den Anteil “Betriebskosten” handelt.
Vor der Genehmigung gibt zwar der von den Eigentümern gewählte Verwaltungsbeirat
“sein Statement über seine Prüfung” ab, aber immer
mehr Eigentümer stellen fest, dass auch viele dieser Vertrauensleute der Eigentümer
heute mit der Prüfung überfordert sind - trotz guten Willens und persönlich
hohem Zeiteinsatz dafür.
Dies liegt u.a. an der vielfach oft schwierigen
Rechtslage für die Kostenverteilung, des ernorm großen Prüfungsumfangs sowie
den häufig fehlenden Kenntnissen über die Angemessenheit von bestimmten
Ausgaben.
|
 |
|
Das kann bei fehlendem Wissen Eigentümern passieren:
Diese neue Balkon-Fenster-Überdachung für 3 Eigentümer im Wert von 70.000,- Euro (pro Meter ca. 3.500.- Euro!) sollte von allen
Eigentümern als "Instandhaltung" bezahlt werden incl. Aufhängung für Sonnenmarkisen.
Die Verwaltung als auch die Beiräte hatten nicht darauf hingewiesen, dass es sich um eine bauliche Veränderung handelt.
Die Folge war ein 1 1/2 jähriger Rechtsstreit, an dem die Eigentümer zusätzlich kostenmäßig beteiligt wurden.
|
|
Hinzu kommen leider Erscheinungen, die inzwischen auch in Deutschland immer mehr anzutreffen sind -
Unregelmäßigkeiten.
“Gutachter” erhalten im Anschluss an ihr “Gutachten” sofort den Auftrag zur Beseitigung
der im “Gutachten” festgestellten Mängel am Wohngebäude.
Der klare Interessenkonflikt wird dabei nicht erkannt. Es werden keine ordnungsgemäßen
Ausschreibungen vor der Beauftragung von Handwerksfirmen gemacht. Die vor
Jahren abgeschlossenen Versicherungen werden nicht mehr überprüft, ob die hohen
Prämien heute noch erforderlich sind usw. usw.
Irgendwann verschwindet auch die Darstellung der
Entwicklung des Vermögensstatus für die Wohnungsgemeinschaft auf der
Jahresabrechnung. Und damit verschwinden dann noch wesentliche Bestandteile für
die Transparenz der Kontoverläufe.
Diese Beobachtungen haben maßgeblich zunächst zur “Initiative
Hausgeld-Vergleich” und dann zur Gründung dieses Vereins geführt. Mit dem
Instrumentarium “Hausgeld-Vergleich” ist es möglich, schnell festzustellen, ob
von der Kostenseite her “alles im grünen Bereich” ist.
Ist dies nicht der Fall und werden sog. “Kostenausreißer”
festgestellt, so sind dies Hinweise auf Kontrollbedarf und Ansatzpunkte, wo
Kostenreduzierungen möglich wären.
Was Sie dazu als Wohnungseigentümer oder Mieter wissen
müssen und wie Sie dann vorgehen können, erfahren Sie auf den folgenden Seiten:
- News und Infos
- Recht und Rat
- Hausgeld-Info
- Prüfungs-Tipps und
- Tipps zum Sparen
Und wenn Sie weiteren Rat oder Hilfe benötigen, so wenden Sie sich
an die Ansprechpartner des Vereins unter “Wer hilft Ihnen”.
|
|